Eigentlich müsste ich das mal angehen.

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Warum sich Personal Branding Fotos oft größer anfühlen, als sie sind. Von Aufschub, Angst und dem Wunsch, sich endlich zu mögen.

Als die Fotografie im frühen 19. Jahrhundert erfunden wurde, hatten viele Menschen ernsthaft Angst davor, fotografiert zu werden. Sie glaubten, die Kamera würde einen Teil ihrer Seele einfangen. Nicht metaphorisch, sondern buchstäblich. Fotografen wurden gemieden, ganze Bewegungen entstanden darum, und findige Geister verdienten Geld damit, angebliche Seelen aus Fotos zu bannen.

Die Technik ist seitdem ein bisschen weitergekommen.

Die Angst um das „Seelenfangen“ (aka gesehen zu werden), ist geblieben. Nur dass wir sie heute anders nennen.

Ich bin halt nicht so der Typ dafür. Oder: Wenn ich erst…, dann…. (Lücken können beliebig gefüllt werden.)

Du kennst das Gefühl

Du öffnest Instagram, scrollst kurz und hältst dann inne. Jemand aus deiner Branche hat neue Bilder. Stimmig, warm, irgendwie sie. Du schaust sie dir an, länger als du zugeben würdest. Und dann scrollst du weiter, als wäre nichts gewesen.

Aber da war kurz so ein kleiner Stich.

Oder du sitzt am Laptop, hast drei Mails beantwortet, einen Entwurf fertig gemacht und landest irgendwie, warum auch immer, auf der Website einer Kollegin. Schöne Bilder, denkst du dir. Tab schließen. Weiter.

Auf deinem Handy gibt es eine Sammlung. Gespeicherte Posts, Screenshots, abgespeicherte Profile von Fotograf*innen, deren Bilder du gut findest. Die ältesten sind von vor einem Jahr. Der Ordner wird größer, aber das Zögern bleibt das gleiche.

Und irgendwo im Hinterkopf, nicht laut, eher so ein leises Summen, ist da immer wieder dieser Gedanke: Eigentlich müsste ich das mal angehen.

Eigentlich. Ein tolles Wort, denn das macht viel. Es lässt den Gedanken da sein, ohne dass man wirklich etwas tun muss. Es ist das perfekte Wort für Dinge, die man will, aber doch noch nicht will. Die sich (eigentlich) richtig anfühlen und trotzdem weit weg sind.

Und dann kommt noch das Kopfkino.

Ich sehe eh nicht so toll aus wie die auf den Bildern. Wie soll ich da stehen? Was ziehe ich an? Was, wenn ich die ganze Zeit verkrampft aussehe? Was, wenn die Bilder nachher nichts werden und ich viel Geld ausgegeben habe?

Und dann kostet allein der Gedanke so viel Energie, dass du ihn lieber wieder weglegst. Nicht heute, vielleicht nächste Woche, wenn endlich das neue Angebot steht. Wenn der Umsatz besser ist. Wenn ich weiß, wohin sich das Business entwickelt. Wenn ich erst…

Die Liste ist lang. Das „Erst“ kommt nie.

Warum sich das Thema so groß anfühlt

Ich verstehe das so gut, wirklich. Ich bin und war da ganz genauso.

Und ich möchte kurz innehalten und sagen: Das ist kein Versagen und keine Faulheit. Es heißt auch nicht, dass du deine Selbstständigkeit nicht ernst nimmst oder nicht weißt, was du willst.

Es ist Angst. Nicht die große, dramatische Angst, sondern die leise, alltägliche. Die Angst, gesehen zu werden. Wirklich gesehen, mit Angriffspotential. Nicht das fertige Bild, das du noch auswählen und entscheiden kannst, sondern der Moment davor. Vor der Kamera stehen und von jemandem angeschaut werden, nicht wissend, wohin mit den Händen und oder wie man gucken soll. Der Moment, wenn man das Gefühl hat, bewertet zu werden.

Und eigentlich: nicht wissen, ob man gut genug ist.

Für jemanden, der lieber im Hintergrund arbeitet und nicht im Mittelpunkt, tief denkt, viel fühlt und Sichtbarkeit schon in der normalen Arbeit als Hürde kennt, ist ein Personal Branding Fotoshooting eben keine Kleinigkeit, das ist ein echter Schritt. Und es ist völlig ok, dass er sich so zäh anfühlt.

Die bessere Frage

Aber weißt du, was ich auch weiß?

Du willst das und eigentlich nicht irgendwann. Du willst Bilder, auf denen du dich magst. Nicht nur erkennst (das passiert sowieso, meistens zuerst mit allem, was dir an dir nicht gefällt, hallo Eigenwahrnehmung), sondern magst. Bilder, bei denen du denkst: Ja. Das bin ich. Und mir gefällt, was ich sehe.

Du willst aufhören, den Tab zu schließen. Du willst den Ordner auf deinem Handy irgendwann in etwas verwandeln, das wirklich passiert ist. Du willst dich nach außen so zeigen, wie du dich innen weißt: kompetent, warm, vertrauensvoll, nahbar und professionell und das alles auf deine ganz eigene leise Art.

Der Wunsch ist nicht neu. Er war schon da, als du das erste Mal auf diesem Profil gelandet bist, beim ersten Screenshot, beim ersten gespeicherten Post. Du zweifelst also nicht daran, ob es sinnvoll wäre, sondern du zweifelst daran, ob du bereit bist.

Und vielleicht ist das die falsche Frage.

Vielleicht ist die bessere Frage: Was oder wen brauche ich, damit es sich sicher genug anfühlt, den nächsten Schritt zu gehen?

 

Ich bin bereit, wenn du es bist.
Deine Laura

Wenn du dich damit beschäftigst, deinen eigenen nächsten Schritt zu gehen: Ich begleite leise Selbstständige dabei, sich vor der Kamera wohlzufühlen und Personal Branding Fotos zu bekommen, auf denen sie sich wirklich mögen. Schau dir gerne an, wie ein Fotoshooting mit mir abläuft:

Personal Branding Fotos mit Tiefgang.

 

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